Spenden

Arbeitsprinzip und Transparenz

Technik und Solidarität sammelt und vermittelt im Wesentlichen Fahrräder, Ersatzteile und benötigtes Werkzeug. Dies hat zum Ziel das Gefälle zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern in Afrika in den Bereichen Technologie, Mobilität, Information, Bildung, Gesundheit und Wohlstand zu überbrücken.

Gleichzeitig soll in den Ländern, in die vorerst Gebrauchtwaren geliefert werden, der Aufbau und die Entwicklung von Produktionswerkstätten und Industrien gefördert werden mit dem Ziel, sie so nach und nach Gebrauchtwarenlieferungen und Importen unabhängig zu machen.

Auswahl von Projektpartnern

Für die Verteilung der Räder in Afrika arbeiten wir stets mit Vereinen und Nichtregierungsorganisationen auf afrikanischer Seite zusammen. Dies  hat den Vorteil das diese vor Ort ansässigen Vereinen die lokalen Gegebenheiten und Strukturen kennen und eine adäquates Verteilsystem etablieren können. Um gespendete und gesammelte Fahrräder zu bekommen stellen die Organisationen einen Projektantrag an uns und veranstalten ein Ländertreffen. Nach Prüfung der Anträge entscheiden wir ob wir dem jeweiligen Verein Fahrräder schicken.

Dabei achten wir auf unterschiedliche Aspekte wie Gemeinnützigkeit (Verteilung der Räder an Bedürftige z.B. Schulkinder, Landärzte, Lehrer etc.) und Nachhaltigkeit (Vorhandensein von Werkstätten und Anleitung durch Vereinsmitglieder oder einen dritten beteiligten Verein). Die begünstigten afrikanischen Nichtregierungsorganisationen und Vereine müssen in Berichten ganzheitlich Rechenschaft ablegen wie sie die Fahrräder verteilt haben und in welchem Umfang finanzielle Mittel dadurch generiert wurden, die dann zur Deckung der entstanden Kosten oder angeschlossener Projekte dienen.

Sammeln und Sortieren in Stuttgart

Nur etwa 15% der jährlich gesammelten Fahrräder werden als Spenden angeliefert. Der überwiegende Teil von 85% wurde durch Vereinsmitgliedern in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit eingesammelt.

In der Vergangenheit mussten immer wieder Anfragen für eine Abholung der Räder von Großspendern (Hausverwaltungsgessellschaften, Wertstoffhöfe und Großsammler), auf Grund mangelnder personeller und zeitlicher Unterstützung, zurückgewiesen werden. Privatanfragen zur Abholung von (qualitativ hochwertigen) Räder kann praktisch nicht mehr nachgegangen werden. Im Ergebnis landen somit komplett funktionstüchtige als auch Ersatzteilspendenräder immer wieder auf dem Sperrmüll und den Mülldeponien.

Die Vereinsmitglieder sind mit dem Abarbeiten der langjährigen Kooperationspartner (Fahrradläden, Fundbüros, einige Hausverwaltungsgesellschaften) voll ausgelastet.

Nach dem Sammeln der Räder folgt im Lager das Sortieren von Fahrradteilen und das Ausschlachten von nicht mehr als aufbauwürdig erachteten Fahrrädern. Praktisch an jedem, vom Volksmund erachteten „Schrottrad“ finden sich Teile, die sich auf Grund einer hohen Kompatibilität von Fahrradsystemen untereinander, weiter verwerten lassen. Unter der Anleitung des pensionierten Fahrradhändlers und Werkstattleiters Herrn Georg Leitner werden diese Fahrradteilspender in unserem Lager geschlachtet. Vor unserer Lagerhalle befindet sich stets ein Schrottcontainer der JKS Karle Recycling GmbH in dem heruntergefahrene Verschleißteile, durchgerostete Rahmen und Komponenten als auch gebrochene, kaputte Teile aussortiert werden.

Der Großteil der angelieferten Räder ist jedoch einsatzfähig und muss versandfertig gemacht werden. Dazu werden Pedale abgeschraubt und Lenker quer gestellt, dies ermöglicht eine platzsparende Verschiffung der Fahrräder. Mehrmals im Jahr erfolgen dann Containerbeladungen die mit organisatorischen als auch personellen Aufwand verbunden sind.

Transparenz im Verein Stuttgart

Wir sind Fahrrad-Begeisterte, die sich rein ehrenamtlich und mit viel Herzblut engagieren. Gesammelt werden nicht nur Fahrräder, sondern auch Ersatzteile und Werkzeug. Mit unserem Projekt versuchen wir einen kleinen Beitrag zur Verbesserung von Mobilität, Bildung, Gesundheit und Wohlstand in Afrika zu leisten. Zudem macht uns die Weiterverwertung von ausrangierten Fahrrädern in unserer konsumorientierten Gesellschaft Spaß.
Vom Einsammeln, Aussortieren und Schlachten der Räder bis hin zum Reparieren und Verladen gibt es bei uns stets etwas zu tun. Egal ob Schwabe, Afrikaner, Student oder Rentner – unser Verein hat viele Gesichter.
Uns allen gemeinsam ist auch, dass wir uns mal ein Radteil oder gar ein Rad für den Eigengebrauch nehmen. Dies unterliegt allerdings der sozialen Kontrolle unserer „Mitnahmeliste“.

Wir suchen stets fahrradbegeisterte freiwillige Helfer!

Vereinssatzung Technik und Solidarität e.V.

Vereinsordnung Technik und Solidarität e.V.